Referenzbetrieb ohne Zusatzstoff
Brennstoff, Nutzwärme, Last, Emissionen und Verbrennungsrückstände erfassen.
OWO / INDUSTRIELLE ENERGIE
Verbrennung optimieren. Potenzial durch Messung bewerten.
Eine Präsentation für Industriepartner. Ein mineralisch-kohlenstoffhaltiger Zusatzstoff für Verbrennungsprozesse: von einer technischen Hypothese und historischen Beobachtungen zu einem kontrollierten Pilotversuch in Ihrer Anlage.
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02 / Produkt
Die bereitgestellte Präsentation beschreibt EcoTherm CarbonX™ (ETCX) als mineralisch-kohlenstoffhaltigen Zusatzstoff zur Optimierung industrieller Verbrennung, insbesondere bei minderwertiger Kohle. Die Präsentation verwendet die Bezeichnungen ETCX, GIS-1 und GIS-2. Historische Daten zu diesen Bezeichnungen belegen keine Gleichwertigkeit mit der heutigen Rezeptur; Zusammensetzung und Charge müssen rückverfolgbar sein.
03 / Zusammensetzung
Laut Präsentation: 80 ± 1 % Kohlepulver, 20 ± 1 % natürliche Mineralien (Calciumcarbonat und Dolomit), Feuchte < 0,1 % sowie ein grau-schwarzes, trockenes, rieselfähiges Pulver; auch Wasserunlöslichkeit wird angegeben. Diese Angaben werden in der Präsentation einem Laborbericht zugeschrieben und sind keine unabhängig bestätigte Spezifikation der aktuellen Charge. Vor der Anwendung Zusammensetzungsbericht, Korngrößendaten und Qualitätsnachweis anfordern.
04 / Mechanismus
Die technische Hypothese beschreibt die Zugabe zum Brennstoff, Veränderungen der Verbrennungsdynamik und des Ascheverhaltens sowie mögliche Auswirkungen auf den Kesselbetrieb. Zu messen sind Nutzwärme, spezifischer Brennstoffverbrauch, Emissionen, Asche und Ablagerungen. Die Präsentation bestätigt weder den Mechanismus noch einen ursächlichen Zusammenhang; vergleichbare Messungen ohne und mit Zusatzstoff sind erforderlich.
05 / Dosierung
Die Präsentation nennt einen orientierenden Dosierungsbereich von 0,1–4 kg Zusatzstoff je Tonne Brennstoff, abhängig von der Brennstoffart und den Brennereinstellungen durch den verantwortlichen Ingenieur. Für den historischen ETCX-Test werden 88 kg auf 28.000 kg Kohle angegeben, entsprechend etwa 3,14 kg/t. Dies sind keine allgemeingültigen Betriebsanweisungen. Die angegebene Temperatur über 900 °C muss für die konkrete Anlage technisch geprüft werden. Dosis und Zugabestelle mit dem verantwortlichen Ingenieur abstimmen, einschließlich Dosiererkalibrierung und Risikobewertung.
06 / Ergebnisse
Die Präsentation zeigt historische Prüfdaten vom 12.–13. April 2022 bei Lasten von 50 %, 60 % und 72 %. Die Tabelle übernimmt die auf der Folie gezeigten Prozentwerte; die Folie allein bestätigt weder deren Definition noch Bezugsbasis, Messunsicherheit oder Rückverfolgbarkeit zum aktuellen Produkt. Diese Daten garantieren keine Emissionsminderung und belegen keine Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte.
| Kennzahl / Messstelle | 50 % Last | 60 % Last | 72 % Last |
|---|---|---|---|
| Ruß vor der Reinigung | 40 % | 32 % | 20 % |
| Schwebstoffe vor der Reinigung | 21 % | 18 % | 11 % |
| NO₂ nach der Reinigung | 29 % | 28 % | 12 % |
| SO₂ nach der Reinigung | 25 % | 29 % | 17 % |
Dieser Versuch ist vom industriellen ETCX-Test aus 2022 getrennt. Werte der bisherigen Seite bleiben gesondert erhalten; der Originalbericht ist in diesem ZIP-Archiv nicht enthalten.
Der Bericht „Test raport EN“ vergleicht zwei Versuche an einem modularen Kessel mit einer thermischen Nennleistung von etwa 1 MW. In beiden Versuchen wurden 12,5 kg Kohle und anfänglich 325 Liter Wasser eingesetzt.
Versuchsdauer: 3 Std. 20 Min. ohne Zusatzstoff und 5 Std. 30 Min. mit Zusatzstoff. Die anfängliche Wassertemperatur betrug etwa 3,5 °C bzw. 4,0 °C. Der angegebene Wirkungsgrad stammt aus der Wärmebilanzberechnung im Bericht.
Die Emissionseinheiten mg/Nm³/Gcal wurden ohne Neuinterpretation aus dem Bericht übernommen. Die gezeigten Werte sind kein direkter Vergleich mit Emissionsgrenzwerten. Die prozentualen Änderungen wurden aus den ungefähren Berichtswerten berechnet.
Dies sind Ergebnisse der beschriebenen Versuche, keine allgemeine Leistungsgarantie. Der bereitgestellte Bericht nennt weder Datum und Ort noch die Identität des Prüfers, die Zusatzstoffdosis, die Anzahl der Wiederholungen oder die Messunsicherheit. Zur Beurteilung der industriellen Anwendung ist eine Bestätigung in einem kontrollierten Pilotversuch erforderlich.
Quelle: „Test raport EN.pdf“, Abschnitte 4–7, Seiten 2–3. Der Bericht nennt Kohle mit einem Heizwert von etwa 4.500 kcal/kg, 15–16 % Feuchtigkeit und etwa 17 % Aschegehalt. Für CO₂, PM10, PM2.5 und Benzo(a)pyren enthält er keine numerischen Ergebnisse. Aus diesen Versuchen lassen sich weder garantierte Brennstoffeinsparungen noch eine höhere Dauerleistung oder die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben ableiten.
07 / Sicherheit
Vor dem Umgang ein aktuelles Sicherheitsdatenblatt anfordern und die Einstufung des konkreten Gemischs bestätigen. Aussagen der Präsentation zu Nichttoxizität oder Nichtbrennbarkeit ersetzen keine Prüfung. Staub, inhalative Exposition, Brennbarkeit und Explosionsfähigkeit des Pulvers, Lagerung sowie Anlagenverträglichkeit bewerten. Augen-, Haut- und Atemschutz anhand der Risikobewertung und Anlagendokumentation festlegen.
08 / Pilotprotokoll
Etwa 30 Tage mit einem anlagenspezifischen Protokoll. Vor Beginn Verantwortlichkeiten, vergleichbare Lasten, Brennstoffeigenschaften, Messmethoden, Erfolgskriterien und Abbruchkriterien vereinbaren. OWO koordiniert die technische und kommerzielle Kommunikation; die verantwortliche Person des Anlagenbetreibers genehmigt die Anwendung.
Brennstoff, Nutzwärme, Last, Emissionen und Verbrennungsrückstände erfassen.
Charge, Dosis, Zugabeverfahren und jede Änderung der Betriebsbedingungen dokumentieren.
Spezifischen Verbrauch und normierte Emissionen bei ähnlichem Brennstoff und ähnlicher Last vergleichen; Messstellen vor und nach der Abgasreinigung festlegen.
Messunsicherheit, Zusatzstoffkosten und betriebliche Auswirkungen ausweisen; anhand der Daten entscheiden.
Für eine erste Bewertung senden Sie Brennstoffart, Wärmeleistung, Betriebsbedingungen und Messziele.
Pilotbewertung anfragen info@owo.hr